Ich bin 19 Jahre alt und komme aus Berlin.
Ich folge den Spuren, die das Leben für mich ausgelegt hat.
Ich halte fest, was es festzuhalten gilt.
In Fotos, in Illustrationen, in Texten.
Vielleicht finde ich mich genau dort wieder – zwischen den Zeilen.
Gestern Tag 1 in San Diego hinter uns gebracht. Haben erstmal das Auto gekauft, mit dem wir in den nächsten Wochen die Westküste unsicher machen werden! Ben meint, das wäre günstiger als leihen, wenn wir es nach dem Trip wieder verkaufen. Es ist ein Ford Explorer geworden. Später haben wir dann endlich Vanessa getroffen – und schon kam die Sonne raus. Sie hat sich auch kaum verändert, seitdem sie vor vier Jahren bei mir zum Schüleraustausch war. Immer noch der alte Sonnenschein. :) Auch Ben mochte sie auf Anhieb. So, jetzt aber ab an den Strand – mit meinem neuen Hut. Heute Abend geht’s dann feiern! Ich freu’ mich schon! Die Sache mit Ben läuft bis jetzt auch ziemlich gut. Mann, ich werd’ immer aufgeregter …
Es ist Sonntag, der 9. Oktober. In ein paar Stunden geht’s ab in die Staaten. 4 Wochen Roadtrip. Fotografieren, zeichnen, Sonne, Strand, Meer, Ben, Vanessa und die absolute Freiheit!
Was es auch immer damit auf sich hatte, dass du in diesem Moment in den USA warst. Ich weiß, du wärst auf meiner Seite bei dieser Sache. Ich wünsche dir alles Gute, da wo du bist!
Das ist ja wohl das Letzte. Jetzt, wo ich ihr das mit den USA erzählt hab’, spricht meine Mutter nach jahrelangem Schweigen zum ersten Mal über den Unfall meines Vaters.
“Papa ist nicht bei seinem Job in Kanada gestorben – er war in den USA.”
Soll mich das jetzt wirklich davon abbringen, dorthin zu fahren? Und was soll das überhaupt? Es reicht. Ich muss hier raus!
Erinnert mich immer wieder an den Abiball mit Ben. Schon schräg, was eine Nacht an einer Freundschaft ändern kann. Auch wenn ich es mag, wie es ist, könnten wir doch so viel mehr sein.